Gregor Anthes

Gregor Anthes arbeitet an der Schnittstelle von IT-Infrastruktur, Systemarchitektur und digitalen Versorgungsmodellen. Sein Fokus liegt auf der Frage, wie komplexe technische Systeme so gestaltet werden können, dass sie nicht nur funktionieren, sondern reale Prozesse nachhaltig unterstützen – insbesondere dort, wo bestehende Strukturen an ihre Grenzen stoßen.

Aus seiner Arbeit in der IT und im Aufbau technischer Infrastrukturen heraus hat er sich zunehmend mit systemischen Fragestellungen beschäftigt: Wie entstehen Brüche in gewachsenen Strukturen? Warum scheitern digitale Lösungen oft nicht an Technologie, sondern an fehlendem Verständnis für Prozesse und Zusammenhänge?

Diese Perspektive prägt auch seine inhaltliche Arbeit. Seine Veröffentlichungen befassen sich mit strukturellen Herausforderungen digitaler Systeme, insbesondere im Kontext der psychischen Versorgung und deren Digitalisierung. Dabei verbindet er technische, organisatorische und konzeptionelle Ebenen zu einem integrierten Blick auf Entwicklung und Umsetzung.

Parallel dazu entstehen zwei Initiativen, die unterschiedliche Ebenen dieses Themenfelds adressieren:
Mit MentInnova verfolgt er einen analytischen und forschungsnahen Ansatz, der systemische Barrieren und Entwicklungsfelder in der digitalen Gesundheitsversorgung sichtbar macht.
Mit MentioScale arbeitet er an der praktischen Umsetzung digital begleiteter Therapieprozesse.

Seine Arbeit ist geprägt von der Überzeugung, dass nachhaltige Digitalisierung nicht durch einzelne Anwendungen entsteht, sondern durch ein tiefes Verständnis der zugrunde liegenden Strukturen und Wirkmechanismen.